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Manfred Kriegeskorte

Von Naturschutz reden kann jeder - an den Taten sollt ihr sie erkennen

Die Menschen in Drabenderhöhe sind großenteils aufgebracht. Ihre Forderung: Kein Gewerbegebiet Drabenderhöhe-Brächen.

 

Der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland beträgt rund 58 Hektar (1 Hektar = 10.000 qm), in NRW etwa 10 Hektar. Jeden Tag wohlgemerkt, einschließlich der Sonn- und Feiertage.

Grünflächen, Biotope, Wälder und die Tierwelt fallen der überall anzutreffenden Wachstumsideologie zum Opfer. Nicht allein woanders. Da auch, aber auch bei uns in Wiehl. Wurde erst in den letzten Jahren das Gewerbegebiet Bomig-Süd Stück um Stück vergrößert und Wald gerodet, ist jetzt das Gelände zwischen Drabenderhöher und Brächen im Visier der Wachstumsapostel, obwohl Wiehl bereits jetzt im Vergleich zu Kreis, Land- und Bund überdurchnittlich viel Gewerbefläche hat, im Vergleich zum Kreis und zum Bund doppelt so viel.

In der Spitze der Stadtverwaltung und der großen Ratsfraktionen ist die Gier nach mehr Gewerbesteuereinnahmen die Triebfeder für solches Handeln. Obwohl die Rechnung so nicht aufgeht, wie wir gerade in Wiehl in den letzten Jahren feststellen mussten. Die Gewerbesteueraufkommen sinken Jahr um Jahr.

Seit Jahren fordert die Fraktion DIE LINKE im Rat die Gewerbesteuer anzuheben, so das Wiehl nicht weiter Gewerbesteuerparadies des Oberbergischen Kreises bleibt. Seit Jahren blockieren die großen Ratsfraktionen diesen Weg.

Das übliche Versprechen an die Menschen sind Arbeitsplätze und eben (siehe oben) mehr Steuereinnahmen. Aber, auch das zeigt die Praxis, wo Gewerbehallen entstehen, entstehen noch lange keine Arbeitsplätze, oft sind es nur Verlagerungen.

Im Brächener Gebiet kommt noch hinzu, das Planungsgebiet ist Wassereinzugsgebiet der oberen Loopebachquelle.

Es geht ums Trinkwasser. Es geht um ein erhöhtes Schwerlast-Verkehrsaufkommen durch das geplante Gewerbe. Es geht um die Existenz einer Landwirtin. Es geht um unsere natürliche Umwelt – um Fauna und Flora.

Immer mehr Gewerbefläche, immer mehr Flächen versiegeln, das ist die Politik der Vergangenheit. Heute und in der Zukunft müssen bestehende Gewerbeflächen verdichtet werden, Leerstände wieder aktiviert werden.

Wir werden uns aktiv gegen das geplante Gewerbegebiet einsetzen.


Archiv


Manfred Kriegeskorte

Von Naturschutz reden kann jeder - an den Taten sollt ihr sie erkennen

Die Menschen in Drabenderhöhe sind großenteils aufgebracht. Ihre Forderung: Kein Gewerbegebiet Drabenderhöhe-Brächen.

 

Der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland beträgt rund 58 Hektar (1 Hektar = 10.000 qm), in NRW etwa 10 Hektar. Jeden Tag wohlgemerkt, einschließlich der Sonn- und Feiertage.

Grünflächen, Biotope, Wälder und die Tierwelt fallen der überall anzutreffenden Wachstumsideologie zum Opfer. Nicht allein woanders. Da auch, aber auch bei uns in Wiehl. Wurde erst in den letzten Jahren das Gewerbegebiet Bomig-Süd Stück um Stück vergrößert und Wald gerodet, ist jetzt das Gelände zwischen Drabenderhöher und Brächen im Visier der Wachstumsapostel, obwohl Wiehl bereits jetzt im Vergleich zu Kreis, Land- und Bund überdurchnittlich viel Gewerbefläche hat, im Vergleich zum Kreis und zum Bund doppelt so viel.

In der Spitze der Stadtverwaltung und der großen Ratsfraktionen ist die Gier nach mehr Gewerbesteuereinnahmen die Triebfeder für solches Handeln. Obwohl die Rechnung so nicht aufgeht, wie wir gerade in Wiehl in den letzten Jahren feststellen mussten. Die Gewerbesteueraufkommen sinken Jahr um Jahr.

Seit Jahren fordert die Fraktion DIE LINKE im Rat die Gewerbesteuer anzuheben, so das Wiehl nicht weiter Gewerbesteuerparadies des Oberbergischen Kreises bleibt. Seit Jahren blockieren die großen Ratsfraktionen diesen Weg.

Das übliche Versprechen an die Menschen sind Arbeitsplätze und eben (siehe oben) mehr Steuereinnahmen. Aber, auch das zeigt die Praxis, wo Gewerbehallen entstehen, entstehen noch lange keine Arbeitsplätze, oft sind es nur Verlagerungen.

Im Brächener Gebiet kommt noch hinzu, das Planungsgebiet ist Wassereinzugsgebiet der oberen Loopebachquelle.

Es geht ums Trinkwasser. Es geht um ein erhöhtes Schwerlast-Verkehrsaufkommen durch das geplante Gewerbe. Es geht um die Existenz einer Landwirtin. Es geht um unsere natürliche Umwelt – um Fauna und Flora.

Immer mehr Gewerbefläche, immer mehr Flächen versiegeln, das ist die Politik der Vergangenheit. Heute und in der Zukunft müssen bestehende Gewerbeflächen verdichtet werden, Leerstände wieder aktiviert werden.

Wir werden uns aktiv gegen das geplante Gewerbegebiet einsetzen.