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Deital

Diyar Agu

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Kinderarmut

Annähernd jedes fünfte Kind (18,6%) in NRW wächst in Armut auf. Das ist weit mehr als der Bundesdurchschnitt (14,7%). Besonders von Armut betroffen sind Kinder unter drei Jahren. Auch Gummersbach ist von massiven sozialen Gegensätzen geprägt.

Präventive Maßnahmen der Stadt sind notwendig, um den Kindern eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Armut darf für Kinder kein Dauerzustand sein. Genauso besteht die ernsthafte Gefahr in Kinderarmut zu fallen, vor allem insozial benachteiligten Stadtteilen. Armut behindert nicht nur die sozialen und kulturellen Teilhabemöglichkeiten von Kindern, sondern richtet auch gesundheitlich einen enormen Schaden an. Die Entwicklung der Kinder wird beeinträchtigt. DIE LINKE. Gummersbach setzt sich deshalb aktiv für die Bekämpfung von Kinderarmut ein. Wir fordern von der Stadt mehr für eine soziale, gesundheits- und bildungspolitische Teilhabegerechtigkeit zu tun.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und den Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung. Staat und Gesellschaft schützen sie vor Gefahren für ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohl. Sie achten und sichern ihre Rechte, tragen für altersgerechte Lebensbedingungen Sorge und fördern sie nach ihren Anlagen und Fähigkeiten.

- Landesverfassung NRW, Artikel 6

Deshalb sind unsere Forderungen:

Bildung darf nicht vernachlässigt werden. Investitionen sind notwendig, damit Kinder aus der Armutsspirale herauskommen können. Die Stadt darf nicht die soziale Infrastruktur vernachlässigen, vor allem nicht in sozial benachteiligten Stadtteilen. Zusätzlich hat bereits ein digitaler Wandel unserer Gesellschaft begonnen. Die Technik in vielen Schulen ist überholt und bietet den Schülern keine Chance sich auf die hilfreichen Neuerungen einzulassen.

  • Eine bessere Ausstattung der Schulen, auch schon an Grundschulen! Dazu gehört eine zeitgemäße digitale Aufrüstung

An Grundschulen gibt es eine Offene Ganztagsbetreuung, die es Eltern ermöglicht ihrem Beruf nachzugehen und die es Kindern ermöglicht auch nach der Schule zusammen mit ihren Freunden zu spielen. Die Stadt muss auch jenen Kindern die Teilhabe an der Offenen Ganztagsschule ermöglichen, deren Eltern sich eine gewöhnliche Betreuung der Kinder aufgrund hoher Kosten nicht leisten können. Zwar müssen Eltern mit einem schwachen Einkommen bei der OGS keine Beiträge zahlen, dennoch wird für das Essen eine Gebühr verlangt. Für Kinder ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig, um eine gesunde Entwicklung zu garantieren, das gilt für alle Schichten. Darüber hinaus bietet eine gebundene Ganztagsschule, durch gut ausgebildete und festangestellte Lehrkräfte, mehr pädagogische Vorteile als eine offene Ganztagsschule.

  • Das Essen in der Schule muss für alle Kinder kostenlos zur Verfügung stehen
  • Auch an Grundschulen muss es eine gebundene Ganztagsbetreuung geben

Kultur ist kein Privileg der Elite. Die Stadt muss allen Kindern die Teilhabe an unserer Kultur ermöglichen. Für viele Kinder ist sogar ein Theaterbesuch nicht möglich, da die finanziellen Kosten für arme Familien zu hoch sind. Kultur ist aber ein wesentlicher Bestandteil der Bildung. So werden in Armut lebenden Kindern wichtige Chancen einer Bildungsteilhabe geraubt. Darüber hinaus sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien oft nicht in einem Sportverein aktiv. Die Kommune muss an der Stelle benachteiligte Kinder unterstützen, um in Vereinen teilnehmen zu können. Auch im musikalischen Bereich bedarf es einer wirksamen Offensive, Talente zu fördern und Potentiale benachteiligter Kinder wahrzunehmen. Für Viele bleibt dies weiterhin eine finanzielle Last. Deshalb wollen wir mehr für eine bessere Chancengleichheit in unserer Stadt tun.

  • Finanzielle Unterstützung um Kindern Teilhabe an Kultur zu ermöglichen
  • Stärkere Förderung von sozial benachteiligten und geflüchteten Kindern im sportlichen und musikalischen Bereich
  • gezieltes Ansprechen und ein transparenteres Informieren über Kostenübernahmen bei sportlichen Aktivitäten
  • Volle Kostenübernahme auch bei der Musikschule

Die Stadt bietet ein kostenloses Nachhilfeprojekt an. Dabei sollen Kinder mit einem Migrationshintergrund gefördert werden. Dieses Projekt muss von der Stadt auch auf andere benachteiligte Kinder ausgeweitet werden. Nur eine ordentliche und zusätzliche Förderung von Kindern, die aus der Armut stammen, kann ihre Potentiale ausschöpfen und zu einer gerechten Teilhabe an Bildung führen. Viele Familien können sich die Nachhilfe für das eigene Kind nicht leisten.

  • Die Stadt muss das Nachhilfeprojekt auf alle in Armut lebende Kinder ausweiten und
  • Mehr Geld für Nachhilfelehrer zur Verfügung stellen

Um Eltern über die Mittel des Bildungs – und Teilhabepaketes zu informieren gibt es neben Flyern auch Beratungen durch Schulsozialarbeiter. Dennoch fehlt die nötige Aufmerksamkeit an entsprechenden Hilfen für Familien. Eine Integration durch Bildung, ein Abbau der Folgen wirtschaftlicher Armut und eine Verbesserung der Chancengleichheit sind nicht möglich, wenn nicht ausreichend über die Möglichkeiten, die den finanziell schwachen Familien zukommt, informiert wird.

  • Die Stadt muss eine stärkere Präsenz an Schulen zeigen, damit Familien auch Angebote für
    eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage wahrnehmen können

Die Stadt darf ihre Pflichten und Aufgaben nicht den Bürgern zur Last legen.

  • Stärkere Unterstützung der Stadt von Netzwerken und Bürgerinitiativen zur Bekämpfung
    von Kinderarmut

DIE LINKE. Gummersbach stellt klare Forderungen auf, um in unserer Kommune Kinderarmut langfristig zu bekämpfen. Das geht jedoch nur, wenn wir unseren Kindern die Teilhabe an Kunst, Kultur und Bildung ermöglichen. Darüber hinaus müssen in Armut lebende Kinder den selben Zugang zu einer gesundheitsbezogenen Teilhabe bekommen. Armut macht Kinder krank.

Sprecher des Ortsverbandes
DIE LINKE. Gummersbach
Diyar Agu