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Theater Gummersbach

Was für ein Theater

In Gummersbach und Umgebung waren viele einigermaßen geknickt, als es hieß, dass das Theater der Stadt Gummersbach geschlossen werden muss. Schon im letzten Jahr haben wir als Kreistagsfraktion Die Linke beantragt, dass der Kreis ins Theater einsteigt und Kreis und Kreisstadt gemeinsam eine Sanierung oder einen Neubau angehen. Das haben wir diese Woche im Kulturausschuss noch mal bekräftigt, auch wenn wir letztlich beide Anträge zurückgezogen haben – wir sind eine der kleinen Fraktionen, und ja, wir hätten die anderen Fraktionen dazu zwingen können, gegen unseren Antrag zu stimmen und damit ein Signal gegen das Theater zu setzen, aber es geht uns um die Sache, und ein solches Signal wäre wirklich nicht hilfreich gewesen.

Stattdessen haben wir den Kulturausschuss dazu bekommen, ein, wenn auch kleines, positives Signal zu setzen. Und wir haben deutlich gemacht, dass die Grundidee von uns ist – denn das gute Ideen von kleinen Parteien gestohlen werden, ist ja an der Tagesordnung.

Warum eigentlich das Theater, gerade aus linker Sicht? Ist das nicht ein viel zu elitärer Bau? Ja und nein. Sieht man die Subvention von Opern in Köln und Bonn, dann schießt der Staat gern mal zwei-dreihundert Euro pro Eintrittskarte zu, und natürlich kann auch ein Theater in Gummersbach nicht kostendeckend arbeiten. Aber kostendeckend ist ein kapitalistischer Begriff. Aus linker Sicht muss es positiv sein, ein solches Haus zu haben, dass – zumindest so wie das Theater heute steht – ein vollständiges Theater ist, mit Maschinerie und Nebenbühne, mit Orchestergraben und großer Lichtbühne. Ein Haus nur für Kultur. Und nicht nur ein Haus, in dem sich Menschen Kultur anschauen, sondern auch ein Haus, in dem die heimische Kulturszene großartige Dinge auf die Bühne bringen kann. Wenn das Theater wieder eröffnet, müssen wir natürlich die Augen aufhalten, damit dort Kultur für alle passiert. Jedes Haus, dass subventioniert wird, sollte den Anspruch haben, alle Gesellschaftsschichten anzusprechen. Und darauf zu achten, muss linke Kulturpolitik sein.

Holger Hennig


Antrag zum Theater

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