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DIE LINKE. Oberberg

Diyar Agu als Direktkandidat bestätigt

Der Kreisverband der Partei Die Linke Oberberg hat am vergangenen Samstag (30.01.) Diyar Agu zum Direktkandidaten im Oberbergischen Wahlkreis für die Bundestagwahl 2021 mit 93% gewählt. Gleichzeitig erarbeitete die Mitgliedschaft die thematischen Schwerpunkte für den anstehenden Wahlkampf.

Kreissprecher Jan Köstering äußerte in seiner Rede Kritik an der gegenwärtigen Sozialpolitik: „Die Corona-Pandemie hat auch in Nordrhein-Westfalen und im Oberbergischen Kreis die schon bestehenden sozialen Unterschiede verschärft. Zwischen April und Juni sanken die Reallöhne durchschnittlich um 4,7% – in Zeiten von Lohndumping ist das existenziell bedrohlich für einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung. Laut Oxfarm konnten die zehn reichsten Menschen der Welt ihr Vermögen um fast eine halbe Billionen US-Dollar steigern. Alleine von diesem Zuwachs könnte genügend Impfstoff für die gesamte Weltbevölkerung hergestellt werden.“
Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl führte er weiter aus: „Wir wollen einen Schwerpunkt auf die Probleme der einkommensärmeren Menschen legen. Unsere Forderung zur Abschaffung des Hartz-IV-Systems bleibt bestehen. Wir fordern eine sanktionsfreie Grundsicherung für alle Menschen ohne oder mit geringem Arbeitseinkommen, mit der ein menschenwürdiges Leben und soziale Teilhabe möglich sind. Auch die Rente wollen wir solidarisch und bedarfsgerecht umstrukturieren.“

Zu Beginn verwies unsere Kreisprecherin Heidi Mehlhorn darauf, dass „die Klimakatastrophe durch diese Pandemie nicht aufgehalten ist. Stattdessen machen die Regierenden weiter wie gehabt. Ein Beispiel ist der Ausbau der A4 auf vier Spuren. Ein Umdenken in der Verkehrs- und Umweltpolitik ist das nicht!“

Diyar Agu ging schon bei der Bundestagswahl 2017 für die Linke Oberberg ins Rennen. Mit damals 17 Jahren war er deutschlandweit der jüngste Kandidat und verschaffte sich parteiübergreifend Respekt und Anerkennung. Im kommenden Wahlkampf soll an die Basis, die Agu auf zahlreichen Podien, Infoständen und Haustürgesprächen aufgebaut hatte, angeknüpft und das Vertrauen zu den Wählerinnen und Wählern wiederhergestellt werden.

Dazu sagt Agu: „Angesichts der großen Herausforderungen ist es für mich eine große Ehre, erneut für die Linke antreten zu dürfen. Ich konnte 2017 eine gewisse Vorarbeit leisten, gerade bei den Jüngeren, bei den Schülerinnen und Schülern, die jetzt 4 Jahre später volljährig sind und damit das erste Mal wählen können. Wir können also die Früchte dieser Arbeit ernten, aber auch das Vertrauen all jener gewinnen die 2017, vielleicht wegen des Alters oder des neuen Gesichtes, noch skeptisch waren.“

 

Daten zur Person:

  • geboren am 08.09.1999 in Gummersbach
  • Student an der RWTH Aachen (Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau)
  • Seit 2020 Fraktionsvorsitzender Die Linke im Rat der Stadt Gummersbach