Es gibt in Deutschland das Infektionsschutzgesetz, das Kliniken dazu verpflichtet, eine Statistik über ihre Infektionsfälle, auch MRSA, zu führen. In diesem Gesetz ist aber nicht geregelt, dass jede Klinik eine Abteilung für Hygiene haben muss.
Eine Hygieneverordnung erlassen haben nur fünf von 16 Bundesländern. Und nur etwa fünf Prozent aller Krankenhäuser haben einen Arzt für Hygiene. Problematisch ist außerdem, dass die Überprüfungen der Hygieneverordnungen vom Gesundheitsamt durchgeführt werden und nicht von einer unabhängigen Prüfstelle, die darauf spezialisiert ist.
Eine Ausnahme ist hierbei das Uniklinikum Münster - sowie inzwischen 40 weitere Kliniken im Münsterland: Dort werden alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, auf MRSA untersucht. Und die Hygienestandards kontrolliert eine unabhängige Stelle
Materieller Schaden:
Der materielle Schaden für die Krankenkassen beruht nach deren eigener Schätzungen und Auswertungen eines plötzlichen Therapiewechsels während eines Klinik-Aufenthaltes: sie gehen davon aus, dass der Mehraufwand für Neuansteckungen für 2007 im Bereich von 1.500.000.000,- € (1,5 Milliarden) liegt. Die Altfälle, der Pflegeaufwand und der Aufwand für Frühverrentungen sind dabei nicht erfasst.
Ein Eingangsscreening aller PatientInnen bei der Einweisung in eine Klinik würde einen Aufwand von etwa 120.000.000,-€ (120 Millionen) erfordern (weniger als 10%). Einzelbehandlungen von MRSA -Erkrankten können einen Mehraufwand bis zu 200.000.- € pro Person erzeugen.
In Deutschland ist MRSA weder anzeige- noch meldepflichtig, wird auf Totenscheinen nicht vermerkt und ist auch nicht aufklärungspflichtig. Alle Zahlen beruhen auf Schätzungen. Es wird angenommen, dass 15 bis 40% der Bundesbürger betroffen sind. Die Bundesregierung geht von 500.000 bis 800.000 Neuansteckungen (2006) aus, andere schätzen über 1 Mio. Die Zahlen der Schwerbehinderungen durch MRSA sind völlig unbekannt. Geschädigte Patienten oder deren Hinterbliebene können Schadensersatzansprüche und Schmerzensgeld fast nie gerichtlich durchsetzten, da der Nachweis einer Ansteckung im Krankenhaus wegen des fehlenden Eingangsscreening zumeist nicht erbracht werden kann.
Jedes Jahr sterben in Oberberg 140 Menschen an Infektionen die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Folgeschäden der Infektionen werden kaum erfasst, Schadensersatz und Schmerzensgeldansprüche können nicht geltend gemacht werden.
Die kleine Anfrage an den Deutschen Bundestag vom 30.10.2006 (Drucksache 16/6084) wurde mit dem Papier Drucksache 16/6185 am 01.08.2007 beantwortet und damit erledigt.
Unser Gesetzgeber schläft!
Und das vielleicht mit Grund?
Sämtliche anfallenden Gesundungskosten zahlen die Krankenkassen und Privatpatienten, da der Nachweis einer Ansteckung in den Pflegeeinrichtungen wegen des fehlenden Eingangsscreening nicht erbracht werden kann.
Andererseits sind fast alle Pflegeeinrichtungen zumindest teilprivatisiert und müssen ihrem Finanzplan Rechnung tragen.
Böse ist wer denkt:
"Ein Interesse daran, diesen Virus, "der Geld bringt", tatsächlich und ernsthaft zu bekämpfen wird wohl keine Pflegegesellschaft haben…
(Die Rentenkasse auch nicht.)"
Unser Kreis Oberberg würde nun mit dem
MRSA Qualitätssiegel einen deutlichen Schritt in Richtung Bekämpfung des Virus schaffen:
• Unseren Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit geben, über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus, zur Gesunderhaltung ihrer Patienten und Bewohner beizutragen.
• Unseren Bürgerinnen und Bürgern würde die Auswahl des Krankenhauses, der Seniorenresidenz oder eines Pflegedienstes qualitätsorientiert möglich werden.
• Und als Nebenprodukt könnten auch die Kosten der Krankenkassen gesenkt werden.
Ihre Verwaltungsvorlagen sind von hervorragender Qualität und wir fühlen uns in der Vorbereitung für die Sitzungen gut unterrichtet. In der Ausschußarbeit waren wir bisher zurückhaltend, da wir erst mal schauen und uns mit den Gepflogenheiten vertraut machen wollten.
Die Eine oder der Andere unter Ihnen hat es aber sicher bemerkt? Häufig waren wir zu zweit in Ausschüssen anwesend, um unsere Fraktion besser einzuarbeiten.
Was ist uns aufgefallen? – Einige Beobachtungen möchten wir vorwegschicken, da diese aus unserer Sicht letztlich auch zu den Haushaltsberatungen dazu gehören:
o Die Verwaltungs-Vorlagen lassen in der Sachverhaltsdarstellung keine Wünsche offen.
o Lob ist auch auszusprechen im direkten Kontakt mit den Verwaltungsangestellten des Kreises – wir haben immer schnell und umfassend Antwort auf unsere Fragen oder Anliegen erhalten.
o Der Herr Landrat und die Herren Dezernenten – es sind ja nur Männer – haben sich für persönliche Gespräche mit uns auch Zeit genommen.
o Wir freuen uns, wenn das auch künftig so weitergeht…
o Im Gegensatz dazu mussten wir jedoch leider feststellen, ...
3. Gültigkeit der Landrats- und Kreistagswahl vom 30.08.2009 0223/2009/LR/KD
4. 11. Satzung zur Änderung der Gebührensatzung des Oberbergischen Kreises vom 27.09.2001 0216/2009/I
Einstimmig beschlossen.
5. 5. Satzung zur Änderung der Jagdsteuersatzung des Oberbergischen
Kreises vom 19.03.1990 0217/2009/I
Auch auf den Hinweis " Ein totes Pferd reiten zu wollen " haben die Grünen und DIE LINKE. sich gegen den Antrag entschieden.
Enthaltung durch die SPD . Antrag wurde beschlossen.
6. Richtlinie des Oberbergischen Kreises zur Förderung gem. § 11 Abs. 2 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNVG NRW) 0218/2009/IV
Einstimmiger Beschluss.
7. Bildung des Kreiswahlausschusses für die Landtagswahl am 09.05.2010 0224/2009/LR/KD
Wir sind im Kreiswahlaussuss vertreten, einstimmiges Ergebnis.
8. Ersatzwahlen zu den Ausschüssen und Beiräten des Oberbergischen Kreises
Wahrnehmung von Mitgliedschaftsrechten
8.1. Neubesetzung der Arbeitsgruppe Schloss Homburg 0226/2009/LR/KD
Wir sind mit dem sachkundigen Bürger Günter von Lehm vertreten, einstimmiges Ergebnis.
9. Einrichtung eines neuen Bildungsganges am Berufskolleg Oberberg,
Ernst-Zimmermann-Str. 26, 51645 Gummersbach;
Dabei geht es um die Förderung des ÖPNV mit Anknüpfung an einen Qualitätsstandard. "Klar, unser Qualitätsstandard ist vorrangig das Sozialticket , was aber hier im QS nicht einzufordern war." Es geht um die Qualität, welche die Personenbeförderungsunternehmen dem Kreis erbringen müssen. Ich habe den "Anlauf" gemacht, die Beschäftigungsqualität der Fahrer zu verbessern. Der normale LKW Fahrer muss seine Pausen in 30 Min und 15 Min am "Stück" machen. Beim ÖPNV gibt es eine Ausnahmeregelung, das man diese Pausen auch stückeln kann, 15 x 3 Min. z. B. an der Endhaltestelle reichen dann auch. Dieses ist aber bestimmt nicht zur Erholung des Fahrers nützlich und schafft auch nicht gerade den "entspannten Umgang mit dem Fahrgast."
Dieses wurde mit der Begründung abgelehnt, "das wäre Arbeitsrecht" und angeblich eine Bevorteilung gegenüber anderen Kreisen. Ich werde das Thema im nächsten Kreistag noch einmal darstellen.
ML
Einsatz verpaßt!
12.11.09 Jürgen Simeth
... Kurze Ausführung der Verwaltung zur Sache,
... dann, Landrat Hagen Jobi in schneller Abfolge,
...
- „wer ist dafür, wer dagegen, wer enthält sich“ -
... und die Sache war einstimmig durch.
Dabei wollten wir uns eigentlich enthalten. Beide haben wir das Zeitfenster, die Sekunde für unser Handeln nicht bemerkt und unsere Arme nicht schnell genug erhoben. Und nachkarten bringt bei Enthaltung ja nichts, da es der festgestellten Einstimmigkeit keinen Abbruch tut – es wäre nur fürs Protokoll gewesen.
Jedenfalls war ich um 16.13 Uhr ziemlich sauer über den Verlauf. Zwar gab es einige erhellende Momente in dieser knappen Zeit, die den Umgang betrafen, aber das konnte es doch nicht gewesen sein? Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass alle „nur zu den Brötchen wollten!?“
Möglicherweise ist es doch nicht so gut, wenn es einheitliche Wahlvorschläge gibt und alles nach Proporz geht? So zumindest mein Eindruck nach zwei Kreistagssitzungen. Bleibt nur zu hoffen, dass es ab jetzt besser und die politische Arbeit erkennbar wird. Jedenfalls haben wir in der gestrigen Fraktionssitzung unseren ersten Antrag in Sachen „ausbleibender Bundeszuschuß“ im Bereich der Hartz-IV-Mittel beschlossen.
JS
Erweiterte Fraktionssitzung
11.11.09 Jürgen Simeth
Aus den Vorschlägen heraus wird – zum Teil nach telefonischer Rückfrage – die Besetzungsliste erstellt, die heute Abend noch an die Verwaltung gemailt werden muß, damit sie morgen alle in der Tischvorlage zum einheitlichen Wahlvorschlag stehen.
Mit jeder Festlegung eines sachkundigen Bürgers, bzw. einer sachkundigen Bürgerin, erhöht sich die Stimmberechtigung in der erweiterten Fraktion immer weiter, so dass wir zum Schluß mit einer Crew von 13 Personen die Arbeit im Kreistag schultern werden – und es kommt ja noch der/die GeschäftsführerIn hinzu…
Hoffnungsvoll gehen wir in die weitere Terminplanung und vereinbaren die nächste Sitzung für den 6.12.2009 um 2000 Uhr, als regelmäßige Festlegung für jeden ersten Sonntag im Monat.
Nun noch die Mängelliste an den Vermieter und die Planung der Reinigungs- und Renovierungsarbeiten. Der nächste Tag kann kommen!
JS
Konstituierende Kreistagssitzung
29.10.09 Jürgen Simeth
Jedenfalls wurde dann einzeln nach namentlichem Aufruf in der Wahlkabine gewählt und bei der Gratulation haben sich dann die beiden Stellvertretenden Landrätinnen mir gegenüber kurz vorgestellt und keinen Zweifel daran gelassen, dass sie das auch gerne im Plenum getan hätten…
Auch alles andere kam im Sinne der einheitlichen Vorplanung ohne Hindernisse über die Bühne und wir hatten den ersten „LINKEN“ als stimmberechtigtes Mitglied in einem Ausschuß des Oberbergischen Kreises.
Doch die größte Entscheidung des Tages war, über die Mittel des „Konjunkturpaketes II“ zu befinden und über Ausgaben in Höhe von 5 Millionen Eure abzustimmen. Wir können nur hoffen, dass damit die Grundlage für hinreichend Arbeitsplätze geschaffen werden und die Mittel ansonsten sinnvolle Verwendung finden. Die Beratungsunterlage dazu konnte meinen Horizont nicht soweit erhellen, als dass ich zu den weit fortgeschrittenen Planungen hätte sinnvoll etwas sagen können. Es war ja auch ein „Überbleibsel“ aus der letzten Wahlperiode…
JS
Interfraktonelles Gespräch, die 2.
28.10.2009 Jürgen Simeth
Es wird noch vieles vorbesprochen, was dann in den ersten beiden Kreistagssitzungen zu beschließen wäre. Die Versammlung nimmt ihren Lauf. Als jedoch deutlich wird, dass die Beratungen einen einheitlichen Listenvorschlag bedeuten, kommt es zu einem Wortgefecht zweier prominenter Fraktonsvorsitzenden und das Ganze droht daran zu scheitern!?
Dass CDU und LINKE gemeinsam unter einem einheitlichen Vorschlag stünden – daran hat keine dieser beiden Parteien ein echtes Interesse. Dies führt zu einem Unverständnis bei den anderen Parteien – aber es gibt ja für alles eine Lösung: „DIE LINKE.“ verzichtet auf die Nennung im einheitlichen Wahlvorschlag. Die Gemüter beruhigen sich, so könnte es gehen?
JS
Bedarfsanmeldung...
22.10.09 Jürgen Simeth
Und siehe da: Die tatsächlichen Kosten übersteigen bei weitem die Zuwendungen, die uns zugedacht sind. Die Kalkulation wurde mit dem Vorstand der Partei beraten und gemeinsam überlegt, ob und wie das Projekt „Anlaufstelle vor Ort“ geschultert werden kann.
In dieser Phase war es hilfreich, dass wir schon in Verhandlungen zu Räumlichkeiten standen und sehr realistische Werte angesetzt werden konnten.
JS
Nun wird's aber eilig!
19.10.09 Jürgen Simeth
Tatsächlich kam der versprochene Anruf dann auch und nach der Sitzung zur Diskussion des Landtagswahlprogrammes habe ich soeben die Bankverbindung per Mail der Verwaltung mitgeteilt.
JS
Kontoeröffnung verschoben!
12.10.09 Jürgen Simeth
JS
"Herrn KTM"
7.10.09 Jürgen Simeth
JS
Seit heute haben wir eine Fraktion im Kreistag!
5.10.09 Jürgen Simeth
Also haben wir die Vorlagen für uns passend gemacht und unser Statut beschlossen. Anschließend noch die Wahl von Michael zum Fraktionsvorsitzenden und von Jürgen zum Stellvertreter und das Ganze kann bekannt gemacht werden. Soeben haben wir die Anmeldung einer Fraktion an den Landrat geschickt und damit die Grundlage für alle weitere Arbeit in der Fraktion geschaffen.
Hoffen wir mal, dass unser Statut sich dann bewährt, wenn es darauf ankommt. Oder noch besser: „Hoffentlich kommt es niemals darauf an…“
JS
Www.fraktion.dieLinkeOberberg.de
2.10.09 Jürgen Simeth
Also mit Michael und Roland das Ganze diskutiert und schon ist der Weg beschritten.
JS
"Wir nehmen das mal mit..."
30.9.09 Jürgen Simeth
Und da kommen wir auch schon zu unserer Überschrift: Immer wenn irgend etwas strittig war, dann wurde sich nicht geeinigt, nein, die CDU Vertreter „nehmen das dann mit…“ – was nichts anderes heißt, als dass das Thema in deren Fraktion – möglicherweise unter Beteiligung der FDP? – besprochen und entschieden wurde.
So war es auch in der Frage der Größe der Ausschüsse. Vorschlag war, dass dies 15 Personen sein sollten, was zur Folge gehabt hätte, dass weder die „UWG“ noch „DIE LINKE.“, in den Ausschüssen ein Stimmrecht gehabt hätten. Zum Glück haben sich die „Grünen“ aber sehr für uns „Kleinen“ stark gemacht, so dass auch diese Frage geklärt werden konnte. Immerhin….
In der Frage der Sitzordnung konnten wir aber das Wohlwollen aller Anwesenden gewinnen, so dass wir nun im Kreistag linksaußen, vom Rednerpult gesehen, sitzen.
Ein Achtungserfolg.
JS
Und plötzlich schreibt der Landrat
25.9.09 Jürgen Simeth
Diesem ersten Brief folgten in rascher Reihenfolge weitere und zumeist immer umfangreichere. Letzten Mittwoch kam ich abends von der Arbeit nach Hause und hatte ein dickes Paket mit ca. 100 Seiten Papier auf meinem Platz liegen. Es war die Einladung nebst Anlagen zum „ ersten interfraktionellen Vorgespräch“ – und das fand eine Woche später statt. Also ran an den Papierkram und lesen – alles musste ja noch gemeinsam mit dem Fraktionsgenossen und der Partei besprochen werden. Jetzt begann sie also, die große „Feierabend“-Politik…